Ouaga 2000 – das andere Burkina Faso
Montag, 17. September 2007 | von Markus Maassen
Auch wenn Burkina Faso das drittärmste Land der Welt ist, hat Ouagadougou dennoch ein modernes, westliches, luxuriöses Viertel, das nicht wirklich in das restliche Stadtbild von Ouagadougou und schon gar nicht in die Landschaft von Burkina Faso passt. Gemeint ist das so genannte noch im Bau befindende Ouaga 2000.
Ein Eifelturm, Prachtbauten, Villen, Hotels, Konferenzhallen, ein Sportstadion, eine modernes Krankenhaus, eine neuer Präsidentenpalast und einige Ministeriengebäude. Das ist die eine Seite von Ouaga 2000: Ein Viertel für Reiche und für die zukünftige Verwaltung des Staats Burkina Faso.
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Die andere Seite: Leere große Avenuen, leer stehende Häuser, riesengroße leerstehende Landstriche. Der Grund: Die Mietkosten und Grundstückspreisen sind viel zu hoch. Somit wirkt das Viertel eher wie eine Geisterstadt.
Es ist umstritten, ob dieses Viertel zukünftig das erreicht, was es erreichen soll, eine Auslagerung der Staatsverwaltung mit sämtlichen Ministerien aus dem Stadtzentrum, wo kein Platz zur Ausweitung vorhanden ist.
Zudem sollen hier die Reichen und Betuchten in ihren Villen und Hotels hausen. Eine klare Trennung zwischen arm und reich. Fraglich ist zudem, wann dieser Projekt beendet ist, denn es sieht nicht mal annähernd fertig aus.
Ein weiterer Grund für den Bau von Ouaga 2000 war eine Konferenz der Staatschef Frankreichs und Afrikas im Jahre 1996 in Ouagadougou.
Die Staatschef und Diplomaten wurden mit Autos direkt vom Stadtzentrum, Flughafen, ins Randviertel Ouaga 2000 gefahren.
Der Grund: Man wollte nicht, dass man sieht, dass es Burkina Faso – dem drittärmsten Land der Welt – schlecht geht und unter Armut und wirtschaftlichen Problemen leidet. Also zeigte man den Besuchern nur Ouaga 2000 mit seinen modernen Luxusbauten und großen Straßen.
1 Kommentar to Ouaga 2000 – das andere Burkina Faso
Ouaga 2000 ist das volle Kontrastprogram, man glaubt wenn man da ist nicht das nur ein paar Meter weiter die Menschen auf der Straße hungern…
Mich würde ja interessiern wer das ganze bezahlt hat, man hört dass Gadafhi seine Finger im Spiel hatte…Aber wahrscheinlich ist doch was anderes, naja für irgendwas muss ja auch westliche Budgethilfe gut sein:(
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