Burkina Faso



Burkinfa Faso, Westafrika
Burkina Faso liegt im Westen Afrikas und gilt als das drittärmste Land der Erde. Es erstreckt sich über eine Fläche von 274 000 qkm (Deutschland: 360 000 qkm) und hat ca. 13 Mio Einwohner.

Im Jahr 1960 erreichte das Land unter dem Namen Obervolta die vollständige Unabhängigkeit von der französischen Kolonialherrschaft. Es folgte eine Phase mit vielen Machtwechseln, 1984 wurde Obervolta in Burkina Faso umbenannt. Mit einer neuen Verfassung begann 1991 der Demokratisierungsprozess in Burkina Faso. Blaise Compaoré ist seitdem gewählter Präsident der Republik.

Die Amtssprache in Burkina Faso ist Französisch, als Verkehrssprachen wird aber auch Moré, die Sprache der Mossi, gesprochen. Die Burkinabé sind bekannt für ihre Offenheit und Toleranz. In dem Land leben ca. 60 verschiedene ethnische Volks- und Religionsgruppen friedlich zusammen.

Das trockene und vor allem heiße Klima bereitet dem Land große wirtschaftliche Schwierigkeiten und führt zu weit verbreiteter Armut. Man schätzt, dass ca 60 % der Bevölkerung von weniger als 1 $ pro Tag leben. Das Bruttoinlandsprodukt nach Kaufkraftparität betrug 2005 etwa 1200 $ pro Kopf. 90 % der Burkinabé betreiben Subsistenzwirtschaft, daneben werden Baumwolle und Erdnüsse für den Export angebaut.

Die schlechten Lebensbedingungen in Burkina Faso führen zu einer geringen Lebenserwartung von nur 43 Jahren und der Ausbreitung von Krankheiten wie Aids. Die schwierige Lage, in der sich die meisten Burkinabé befinden, zeigt sich deutlich im Bereich der Energieversorgung:

  • Nur 15% der Bevölkerung haben Zugang zu Elektrizität. Brennholz stellt die wichtigste Energiequelle zum Kochen dar.
  • Die meisten Familien sind daher abhängig vom Brennholz. Dieses wird jedoch zunehmend knapp und teuer. Dadurch wir ihre Armut noch verstärkt.
  • Das Abholzen der Wälder für den Brennholzbedarf führt zur Ausbreitung der Wüste und damit zur Vernichtung von Lebensraum und zur weiteren Verschlechterung der Lebensbedingungen.
  • In ländlichen Gegenden müssen viele Kinder tagsüber auf den Feldern für die Ernährung ihrer Familie arbeiten, weshalb sie nur abends eine Schule besuchen können. Nach Sonnenuntergang ist jedoch aufgrund fehlender elektrischer Beleuchtung kein Unterricht mehr möglich. Den meisten Kindern bleibt deshalb der Zugang zu Bildung von vornherein verwehrt. Sie haben keine Chance, ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Die Analphabetenquote liegt bei 75 %.

Der Verein SEWA e.V. arbeitet daran, den Menschen in dieser schwierigen Situation nachhaltig zu helfen. Informationen über die Arbeit des Vereins SEWA in Burkina Faso finden sie hier.

Informationen über Burkina Faso auf der Seite des Auswärtigen Amts.

Eselkarre