Arbeit in Deutschland
Kälte statt Wärme
Sonntag, 17. Januar 2010 | Stefan Haussner | 1 Kommentar
Temperaturen um den Gefrierpunkt, bedeckter Himmel, Schneeregen.
So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Leider gab es auch nach der Bundestagswahl keine Neueinschätzung der Sicherheitslage in Burkina Faso, sodass wir beiden SEWA-Zivis jetzt nicht in Ouagadougou sind. Marco allerdings hat kurzfristig ein anderes Projekt gefunden und leistet seinen „Anderen Dienst im Ausland“ jetzt in Ghana. Mehr Informationen dazu in seinem privaten Blog.
Ich möchte diesen Blog jetzt dazu nutzen über die Arbeit der SEWA-Aktiven in Deutschland zu berichten. Hinter den beiden Zivis, die sonst hier über ihre Erfahrungen schreiben steht ein kleines, aber feines Team, bestehend aus ehemaligen Freiwilligen die nach ihrer Rückkehr wichtige Positionen im Verein übernommen haben. Die Leidenschaft mit der alle Aktiven, neben Beruf und Studium, für SEWA im Einsatz sind, hat mich schon während meiner Vorbereitungszeit beeindruckt und begeistert. Auch deswegen habe ich mich dazu entschieden weiter für SEWA zu arbeiten. Ich werde zusammen mit Nils und Jan die Aufgabe der Mitglieder- und Spenderbetreuung übernehmen und somit Basisarbeit leisten, damit alle Projekte umgesetzt werden können.
Ermutigt zu weiterem Engagement wurde ich vor allem auf der Mitgliederversammlung am 22. November 2009. Dort wurde z.B. ein neuer Vorstand gewählt, dessen Vorsitz nun Philip Mewes übernimmt. Es wurden Finanzen besprochen, Projektideen eingebracht, zahllose Abstimmungen durchgeführt. Ich lernte außerdem neben Jan Sonntag und Nils Goldbeck auch Jann Spieß und Peter Güntzer persönlich kennen. Neben den ganzen Abstimmungen und Tagesordnungspunkten war für mich wiederum beeindruckend, mit welcher Motivation und Konzentration das Team das gesamte Wochenende diskutiert hat. Ich habe mich selber öfter erwischt, wie ich mir während der Diskussion noch mal genau überlegen musste, wie wir denn überhaupt bis zu diesem Diskussionspunkt gekommen waren. Es war nicht der berühmte rote Faden den man behalten musste, sondern es waren gefühlte 100 Fäden, die man alle gleichzeitig unter Kontrolle haben musste. Letztendlich war es ein sehr intensives und auch sehr produktives Wochenende. Trotz des Problems, aktuell keine Zivis vor Ort zu haben, wollen wir SEWA auch dieses Jahr weiterentwickeln und verbessern.
Ein Produkt der Versammlung war auch der alljährliche Weihnachtsnewsletter, den ich jedem der ihn noch nicht gelesen hat sehr ans Herz legen kann. Dort stellen sich u.A. viele der SEWA-Aktiven vor und beschreiben kurz ihre Arbeit.
Dieses Jahr der ADA-Blog also etwas anders, aber hoffentlich, mit vielen Hintergrundberichten von der Arbeit eines Freiwilligen in Deutschland, nicht minder interessant.
Jan und Nils sammeln heute den 583. Tag Afrika - Erfahrung
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