Fotos
Große Abschiedsparty im Zivi-Haus
Montag, 17. August 2009 | Nils Goldbeck | Keine Kommentare
Vergangenen Samstag fand unsere große Abschiedsfeier statt. Wir hatten alle Kollegen und Freunde eingeladen, mit uns einen fröhlichen Abend im Zivi-Haus zu verbringen und noch ein letztes Mal die gemeinsam verbrachte Zeit zu feiern.
Um unsere Gäste auch dem Anlass angemessen bewirten zu können, karrten wir viele Kästen Cola, Fanta, Tonic und Bier an. Außerdem gab es auch lokale Getränke wie Bissap und Somkom. Um die Getränke zu kühlen, holte unser Kollege Hamidou mit dem Mofa große Eisblöcke. Unsere Freundin Kady half uns beim Großeinkauf auf dem Markt und beim Zubereiten von Salaten, wozu wir bei den Mengen unsere riesigen Waschbottiche benutzten. Außerdem bestellten wir bei unserem Lieblingsrestaurant – beim Spaghettimann – je 20 Portionen Riz gras und Spaghetti mit Tomatensauce. Dazu noch fünf gegrillte Hühnchen.
Für den Abend hatten wir uns extra noch traditionelle westafrikanische Festgewänder gekauft, sog. Boubous, womit wir beim Begrüßen der Gäste viel Aufsehen erregten. Wir freuten uns, dass so viele Freunde, die teilweise recht weit weg wohnen, kamen um sich von uns zu verabschieden. So wurde es recht voll im Zivi-Haus, aber die Stimmung war richtig gut. Nach dem Essen wurde bald die Tanzfläche eröffnet und bis in den frühen Morgen wurde noch getanzt, gefeiert oder gemütlich bei einem Bier geredet.
Ein Flugzeug verrottet
Mittwoch, 12. August 2009 | Jan Sonntag | 3 Kommentare
Vermutlich stand das ausrangierte Flugzeug schon seit Jahren am Rande des Flughafens von Ouagadougou. Jetzt wird es zerlegt.
Schon bei unserer ersten Tour durch die Stadt vor nun einem Jahr ist uns die alte Tristar-Maschine aufgefallen, die beim Place de la Paix auf dem Flughafengelände vor sich hingammelte. Irgendwie fügte sich das in der Trockenzeit dick mit Staub bedeckte Flugzeug prima in das Stadtbild ein. Es wirkte, als wäre dieser Flieger schon immer dort gewesen und würde auch immer dort bleiben. Warum auch nicht, er stört ja nicht? Aufmerksame Blog-Leser haben ihn auch schon auf dem Video zu “wie sieht Ouaga eigentlich aus?” gesehen.
Seit ein paar Wochen schrumpft die Maschine nun Stück um Stück. Jedes mal wenn man an ihr vorbei fährt, fehlt ein weiteres Teil. Es ist als würde man dem stählernen Koloss beim verwesen zusehen. Scheinbar hat man sich dazu entschieden, ihn zu demontieren. Schade eigentlich, denn der Place de la Paix wird ohne ihn nicht mehr der selbe sein .


Es werde Licht in Saya
Samstag, 8. August 2009 | Jan Sonntag | Keine Kommentare
Bereits vor einem knappen Monat berichteten wir in einer Kurzmeldung von der Elektrifizierung der Grundschule im Dorf Saya. Nun haben wir die Dokumentation zu dieser wichtigen Etappe des Projekts fertiggestellt. Wir wünschen viel Spass mit unserem Film und Bericht!
Während unserer Reise nach Saya Mitte Juni hatten wir natürlich auch wieder unsere Kamera dabei und haben fleissig gefilmt und Interviews geführt.
Das Ergebnis unserer Arbeit haben wir auch auf Youtube hochgeladen und kann hier angesehen werden:
Ausserdem haben wir eine kleine Diashow angelegt, mit Fotos von der Elektrifizierung:
365 Tage Afrikaerfahrung – Unser Jahrestag
Donnerstag, 6. August 2009 | Nils Goldbeck | Keine Kommentare
Heute ist genau ein Jahr vergangen, seit wir am 06. August 2008 etwa um drei Uhr nachts zusammen mit Lukas, dem ADAler von AMPO, am Flughafen Ouagadougou ankamen.
Diese 365 Tage kommen uns unendlich lang vor, wenn wir daran denken, wie viel wir hier in Burkina Faso erlebt haben und wie viele neue Freundschaften wir hier geschlossen haben. Wenn wir uns an die Unsicherheit erinnern, mit der wir in den ersten Wochen diese fremde Welt erkundeten, und wenn wir heute nun bemerken, wie selbstverständlich manche Dinge in unserem Alltag für uns geworden sind, die wir uns vor einem Jahr kaum hätten erträumen können, dann wird uns klar, wie stark wir uns selber verändert haben. Gleichzeitig haben wir aber auch das Gefühl, dass die Zeit dann doch recht schnell vorbei ging – so ist das eben, bei einem mit vielen spannenden Erlebnissen vollgepacktem Jahr.
Nun geht unser ADA-Jahr in Burkina dem Ende entgegen, unsere Flüge sind schon gebucht. Jan wird am 18. August abfliegen, Nils am 01. September. So müssen wir uns schweren Herzens schon Gedanken über den Abschied machen. Was wollen wir unbedingt noch tun, bevor wir Burkina verlassen? Mit wem müssen wir uns auf jeden Fall noch einmal zum Tee-trinken treffen? Was wollen wir als Souvenir mit nach Deutschland nehmen? Am 15. August wird unsere große Abschiedsparty stattfinden, hierfür muss auch noch einiges vorbereitet werden.
Lukas, Jan und Nils im Laufe des vergangenen Jahres: Bild 1: Beim Vorbereitungsseminar im Juli 2008, Bild 2: Auf der AMPO-Ausbildungsfarm im September 2008, Bild 3: Silvester 08-09, Bild 4: An Lukas Geburtstag im März 2009, Bild 5: Im Mai 2009
Essen in Ouaga – Serienabschluss
Freitag, 24. Juli 2009 | Jan Sonntag | 2 Kommentare
Um unseren Blog nicht zu nahrhaft werden zu lassen stellten wir unsere Reihe “Essen in Ouaga” im November 2008 ein. Nun, kurz vor Ende unseres Dienstes, wollen wir unseren Lesern aber nicht mehr vorenthalten, wovon wir uns ein Jahr lang ernährten, und einen Blick in die Töpfe der “bonnes femmes” werfen.
Atiéké
Atiéké ist eines unserer absoluten Lieblingsgerichte und kommt eigentlich aus Côte d’Ivoire. Inzwischen wird der Maniok-Couscous, wie man Atiéké beschreiben könnte, aber auch in Burkina an jeder Straßenecke verkauft, was vor allem auf die vielen burkinischen Landarbeiter zurückzuführen ist, die in Côte d’Ivoire lebten und dann während der dortigen Krise zurückkehrten.
Atiéké ist ab 15 Cent zu bekommen, dazu gibt es meist frittierten Fisch (je nach Größe des Stücks 7 bis 35 Cent).
Benga
“Benga” ist Mooré und bedeutet auf Deutsch ganz einfach Bohnen, was das Gericht auch sehr gut beschreibt. Die Mischung aus Reis und Bohnen, die meist nur mit Öl, Salz und – mit ein wenig Glück – mit ein paar Zwiebeln gegessen wird, ist die billigste Möglichkeit sich in Ouaga zu ernähren und erfreut sich daher großer Beliebtheit. Benga ist äußerst sättigend und nahrhaft und wird morgens, mittags und abends gegessen. Unter den ADAlern gilt es als eines der gefährlichsten Gerichte, das schon so manch einem eine Woche im Krankenhaus bescherte. Wir hatten noch keine nennenswerten Probleme damit und essen Benga gern zu Mittag, auch wenn es aufgrund des vielen Öls einen Mittagsschlaf fast obligatorisch macht.
Reis mit Soße
Ohne riz sauce ist eine burkinische Speisekarte nicht komplett. Wählen kann man meist zwischen Tomaten und Erdnusssosße, wobei die Qualität oft sehr unterschiedlich ausfällt, je nach dem ob man seinen Reis lieber im Restaurant (80Cent) oder auf der Straße (15 Cent) kauft. Wie Benga ist der Straßenreis das Essen der einfachen Leute, da er sehr günstig und sehr sättigend ist. In den letzten Jahren ist der Reispreis aber wie der aller Lebensmittelpreise sehr gestiegen. Für das gleiche Geld bekommt man nun weniger auf den Teller als früher. Daher fordern viele Politiker, wieder mehr Reis in Burkina anzubauen und unabhängiger von Importen aus Asien zu werden.
Riz au gras
“Riz au gras” – kurz “riz gras” genannt – ist Reis, der bereits in der Sosse gekocht wird und sehr lecker sein kann. Ebenso wie riz sauce darf er auf keiner Speisekarte fehlen und wird bei fast jedem festlichen Anlass aufgetischt. Dabei hat jeder sein eigenes Rezept, weshalb kein riz gras dem anderen gleicht. Je nach Jahreszeit findet man auch unterschiedliches Gemüse auf dem Teller: mal mehr Igname, mal Karotten, mal mehr Kohl. Abwechslung garantiert!
Tô
Das westafrikanische “Regionalgericht” gibt es in ganz unterschiedlichen Formen und Farben und kann aus diverse Hirsesorten, Mais, Igname oder Bananen hergestellt werden. Vor allem in den ländlichen Gebieten ernährt sich die Bevölkerung hauptsächlich von Tô, weshalb wir das Gericht auch bevorzugt während unserer SEWA-Reisen gegessen haben. Tô sind Knödel-ähnliche Fladen, die im besten Fall nach nichts schmecken und meist mit Blätter- oder Gombosoßen gegessen werden. Vor allem der Anblick der schleimigen Gombo-Sausse (Gombo ist vermutlich besser als Okkra bekannt) ist für den durchschnittlichen Europäer etwas gewöhnungsbedürftig, da sie beim Verzehr oft Schleimfäden bildet. Es gibt aber eine noch schleimigere Soße, Capoc, deren Konsistenz an rohes Ei erinnert und mehr Fäden zieht als geschmolzener Käse.
Getränke
Neben Wasser, Bier und den Erfrischungsgetränken eines namenhaften amerikanischen Großkonzerns gibt es in Burkina eine reihe leckerer einheimischer Getränke, die es überall an der Straße in kleinen Plastiktüten zu kaufen gibt:
Bissab wird aus Hibiskusblüten hergestellt und ist sehr süß und erfrischend
Ingwersaft ist scharf, gesund, lecker und wird auch oft mit Bissap gemischt.
Somkom ist Wasser mit Hirsemehl, das jedem Gast serviert wird, besonders auf dem Dorf.
Tédo wird aus der Baobabfrucht hergestellt und schmeckt ein wenig wie Erdbeershake.
Ochata sieht aus wie Milch und wird aus Kichererbsen gemacht. Sehr lecker, sehr erfrischend.
Dolo ist Hirsebier und eigentlich nur auf dem Dorf erhältlich. Dort dafür sehr billig und in großen Kanistern.

Jan und Nils sammeln heute den 582. Tag Afrika - Erfahrung
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