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Ein Gang über den Markt
Donnerstag, 10. September 2009 | Jan Sonntag | Keine Kommentare
In Ouagadougou gibt es neben dem gerade neu eröffneten großen Markt in der Innenstadt in jedem Viertel einen eigenen Markt, auf dem man alles findet, was man im täglichen Leben braucht. Hier ein kleiner Rundgang auf dem Markt unseres Viertels Somgandé:
Es werde Licht in Saya
Samstag, 8. August 2009 | Jan Sonntag | Keine Kommentare
Bereits vor einem knappen Monat berichteten wir in einer Kurzmeldung von der Elektrifizierung der Grundschule im Dorf Saya. Nun haben wir die Dokumentation zu dieser wichtigen Etappe des Projekts fertiggestellt. Wir wünschen viel Spass mit unserem Film und Bericht!
Während unserer Reise nach Saya Mitte Juni hatten wir natürlich auch wieder unsere Kamera dabei und haben fleissig gefilmt und Interviews geführt.
Das Ergebnis unserer Arbeit haben wir auch auf Youtube hochgeladen und kann hier angesehen werden:
Ausserdem haben wir eine kleine Diashow angelegt, mit Fotos von der Elektrifizierung:
Elektrifizierung von Yagance
Mittwoch, 15. Juli 2009 | Nils Goldbeck | 1 Kommentar
Im Juni konnten wir die Grundschule von Yagance elektrifizieren. Damit ist der wichtigste Meilenstein des Projekts “Licht für Yagance” erreicht, dass uns beide seit Beginn unserer Zeit bei SEWA begleitet hat.
Angefangen hat alles während unserer Vorbereitungsphase für den Freiwilligendienst in Burkina. Kurz nachdem wir im Januar 2008 die Zusagen für die ADA-Stellen bei SEWA erhalten hatten, machten wir uns daran Informationsmaterial, wie z.B. einen Flyer und eine Homepage, zu erstellen und Menschen in unserem Umfeld über die Projekte von SEWA zu informierten. So wollten wir die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins unterstützen und gleichzeitig Sponsoren für unseren Freiwilligendienst gewinnen. Rückblickend war dies auch die beste Vorbereitung auf unseren Einsatz in Burkina, denn dadurch, dass wir uns damit beschäftigten, wie wir Unterstützer für unseren Verein und unseren Freiwilligendienst gewinnen können, machten wir uns viele Gedanken über den Sinn der Arbeit von SEWA. Viele Leute stellten uns Fragen, wie z.B.: Was sind die Ziele von SEWA? Was macht die Projekte von SEWA nachhaltig? Warum macht es Sinn, dass deutsche Freiwillige für SEWA in Burkina arbeiten?
Während dieser Vorbereitungsphase wurde ich (Nils) auch aufmerksam auf ein Forum zum Thema “Elektrifizierungen im ländlichen Raum” an der Hochschule Ulm. Dort stellten einige Studentengruppen ihre Projekte vor und es gab verschiedene Podiumsdiskussionen. Durch Zufall traf ich bei diesem Forum auch Ilse Rüggenmann und Inossa Guene. Inossa Guene kommt aus dem Dorf Yagance in Burkina und die beiden waren zu dem Forum gekommen, um sich über Solarenergieprojekte zu informieren. Ich erzählte ihnen von dem Verein SEWA, von unserem Programm zur Elektrifizierung burkinischer Grundschulen und dass ich im Sommer 2008 meinen Freiwilligendienst bei SEWA beginnen würde. Ilse und Inossa waren sehr interessiert und nur kurze Zeit später wurde das Projekt “Licht für Yagance” ins Leben gerufen. Während Jan und ich schon nach Burkina gereist war, begannen Ilse und Inossa, Spenden für die Finanzierung einer Solaranlage in der Grundschule von Inossas Heimatdorf zu sammeln. Im Dezember 2008 kamen Ilse und Inossa zu Besuch nach Burkina und gemeinsam führten wir einen Vorbesuch in Yagance durch. Schließlich bereiteten wir alles für die Elektrifizierungsreise vor, die wir dann im Juni durchführten. Und nun haben wir auch endlich die Dokumentation für das Projekt fertiggestellt. Mehr Details über das Projekt “Licht für Yagance” finden Sie in dem Projektbericht. Ausserdem haben wir zu dem Projekt einen kurzen Film erstellt:
Tee
Mittwoch, 27. Mai 2009 | Jan Sonntag | Keine Kommentare
Ohne ihn wären die Sahel-Länder wohl nicht das Gleiche: der Tee. Stark und stärkend ist er unabdingbarer Bestandteil eines jeden gemütlichen Beisammensitzens.
Mindestens so wichtig wie der eigentliche Genuss des Tees ist seine Zubereitung aus grünem Tee, frischer Minze und Zucker. Viele Male wird der Tee hin- und hergeschüttet, um ihn gut zu durchmischen und um den geliebten Schaum zu erhalten. Eine Teekanne wird dreimal mit heißem Wasser aufgegossen. So wird der erste Aufguss stark, der letzte süß. Dazu am besten Erdnüsse.
Manche mögens heiß
Montag, 18. Mai 2009 | Jan Sonntag | 1 Kommentar
Um das Schulen- und das Krankenstationsprogramm auf weitere Provinzen Burkinas auszudehnen, unternahmen wir eine dreitägige Reise nach Dori, der Hauptstadt der Région du Sahel – mitten in der heißesten Zeit des Jahres.
Nachdem wir in einigen Provinzen bereits einen sehr guten Kontakt mit den Behörden pflegen, wollten wir auf dieser Reise die Schul- und Gesundheitsbehörden der Sahel-Provinzen treffen, in denen wir bisher noch nicht mit Projekten vertreten sind.
In jeder Provinz gibt es eine Schuldirektion, die der Direktion der Region unterstellt ist, die widerum dem Ministerium untersteht. Wir hatten das Glück bei unserem Besuch der Regionaldirektion gleich zu einem Treffen aller vier Provinzdirektoren und dem Regionaldirektor eingeladen zu werden, sodass wir unsere Organisation und die Projekte gleich in großer Runde vorstellen konnten. Ein guter Kontakt zu den Behörden hat für SEWA den Vorteil, einfacher mit den Schulen kommunizieren zu können, da die Schulen uns z.B. ihre Jahresberichte über die Schuldirektionen zukommen lassen können. Die Direktoren waren über die Unterstützung durch unsere Projekte natürlich sehr erfreut und sagten uns ihre Hilfe bei der Durchführung zu.
Die übrige Zeit verbrachten wir damit Schulen zu besuchen um dort zu erklären, wie sie von einer Installation profitieren können. Die Gegend um Dori gehört wie fast die gesamte Sahelregion zu den den ärmsten Burkinas, weshalb sich SEWA hier nun verstärkt engagieren will. Jetzt hoffen wir auf Bewerbungen von Schulen aus der Region, damit wir – sobald wir für die Projekte einen Spender gefunden haben – die Schulen mit Solaranlagen ausstatten können.
Eines der Dörfer, das wir besuchten, ist Bani, das weniger für seine große Grundschule als für seine Moscheen bekannt ist. Denn in dem Dorf stehen neun Moscheen, die alle nicht nach Mekka ausgerichet sind. So nutzten wir die Zeit nach dem Treffen mit der Schulgemeinschaft, um trotz der Hitze ein wenig durch das Dorf zu laufen und uns die beeindruckenden Moscheen aus Lehmziegeln anzusehen. Zum Glück haben wir uns an das burkinische Klima schon ganz gut gewöhnt und auch die 45° im heißen Norden machen uns nicht mehr allzu viel aus. Als wir uns jedoch später in dem Maquis (Restaurant / Café) des Dorfes erfrischen wollten, konnte man dort nichts als Bier bestellen! Weder Cola, noch einfaches Wasser wurde angeboten. In einem Dorf, in dem neun Moscheen stehen, staunten wir hierüber nicht schlecht!
Auf der Heimreise hat unser treues Gefährt, das wir bisher nur einmal zum Starten anschieben mussten, noch eine Reifenpanne gehabt. Mitten in der Stadt Kaya lüftete ein Nagel unser linkes Hinterrad in Rekordzeit, was uns die Gelegenheit gab etwas zu Mittag zu essen, nachdem wir den Schlauch zum Flicken beim Mechnaiker gelassen hatten.
Jan und Nils sammeln heute den 583. Tag Afrika - Erfahrung
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