Besuch
Burkina calling
Donnerstag, 24. Juni 2010 | Jan Sonntag | 1 Kommentar
Lange hat man an dieser Stelle nichts mehr von den Zivis in Burkina Faso gehört. Der Grund: die Generation 2009/2010 durfte wegen Sicherheitsbedenken bedauerlicherweise nicht entsendet werden. Nachdem dieses Reiseverbot sich aber nur auf Weltwärtsfreiwillige erstreckt und es keine offizielle Reiswarnung des Auswärtigen Amtes gibt, hielt ich (Jan) es für sicher genug um nach mehr als 10-monatiger Burkina-Abstinenz dem Land einen Besuch abstatten. Diesmal nicht als ADAler, aber dennoch im Dienste SEWAs. Natürlich will ich die Erfahrungen, die ich während meiner fast 2 Monate hier mache, in alter ADAblog-Tradition mit unseren Lesern teilen.
Am späten abend des 5. Juni schlug mir zum ersten mal wieder der feucht-heisse Wind mit dem vertrauten Geruch von Staub und etwas, das verbrannt wurde obwohl man es nicht verbrennen sollte ins Gesicht: ich stand wieder auf dem Rollfeld des internationalen Flughafen von Ouagadougou. Dass ich fast drei Wochen gebraucht habe um den ersten Blogeintrag ins Netz zu stellen, hat zwei einfache Gründe: Zum einen lassen Strom und Internet mich auch dieses Mal gern im Stich. Zum anderen haben sich mein burkinischer Kollege Yéral und ich viel vorgenommen für dieZeit, die ich in Burkina bleibe. Und so hatte ich einfach noch nicht Zeit, Strom und eine ausreichend schnelle Internetverbindung auf einmal zur Verfügung. Die Serie mit Berichten von meinen Erlebnissen beginnt also mit etwas Verzögerung, aber schon sehr bald, an dieser Stelle.

Nach langer Blog-Abstinenz
Montag, 13. Juli 2009 | Jan Sonntag | Keine Kommentare
Lange haben wir beide uns nicht auf dem Blog zu Wort gemeldet. Nichts passiert? Nichts erlebt? Nichts zu berichten? Ganz im Gegenteil! Wir waren einfach so beschäftigt, dass überfällige Blogeinträge einfach hinten runtergefallen sind. Deswegen hier die wichtigsten Ereignisse der letzten Zeit im Schnelldurchlauf:
Elektrifizierung der Grundschule in Saya
Lange mussten die Spender, wir aber vor allem die Dorfgemeinschaft Sayas darauf warten, dass der burkinische Zoll die Solarpaneele freigibt, die für diese Schulelekrifizierung vorgesehen waren. Aber Mitte Juni war es endlich soweit und wir konnten uns mit den Technikern auf den Weg in das abgelegene Dorf im hohen Norden machen, in das noch nicht mal eine Piste führt. Während der Arbeiten auf dem Dach der Schule zog ein kleiner Sandsturm herauf, der ein beeindruckendes Spektakel bot, uns aber nicht davon abbringen konnte, die Anlage aufzubauen. Film und Bericht sind in Arbeit!
Besuch von Philip Mewes
Wichtige neue Impulse für die Arbeit brachte auch der Besuch von Philip Mewes, dem stellvertretenden Vorsitzenden von SEWA Deutschland. Philip ist ehemalier ADAler und ist nun seit seinem Dienst das zweite Mal wieder in Burkina gewesen. Er war nicht nur bei der Elektrifizerung Sayas mit von der Partie, sondern vor allem gekommen, um mit uns an einem neu entstehenden Projekt zu arbeiten, das wir in Kürze auf Bolg und SEWA-Homepage (www.solar-afrika.de) vorstellen werden.
Elektrifizierung der Grundschule Yagances
Mit der endlich freigegebenen Panellieferung konnten wir auch zwei Klassenräume der Grundschule in Yagance beleuchten. Ebenso wie in Saya wird die Solaranlage dem ganzen Dorf zugute kommen. Den Kindern, da sie nun nachmittags und abends einen Ort zum lernen und Hausaufgaben machen haben, den Lehrern, da sie ihren Unterricht auch ohne Petoleumlampen vorbereiten können und der Dorfgemeinschaft, die nun in Abendkursen lesen und schreiben lernen kann. Wir ADAler habern viel gefilmt und Bilder geschossen, sodass es schon Bald einen Film und einen ausführlichen Bericht geben wird.
Elektrifizierungen in Satonévri
Nachdem SEWA für den Verein Focus e.V. Viernheim bereits im Dezember die Schule von Tonon elektrifizert hatte, konnte Dank der neuen Paneele nun auch die Schule des Nachbardorfes Sadouin mit einer Solaranlage ausgerüstet werden und eine bereits bestehende Anlage in Névri erweitert werden. Diese Arbeiten boten auch Gelegenheit für einen ersten Besuch in Tonon, bei dem wir uns über den Nutzen der Anlage unterhalten konnten. Die Lehrer waren begeistert, denn die Anlage wird vom Dorf bestens angenommen: Nicht nur kommen die Kinder abends zum Lernen, auch Alphabetisierungskurse für all diejenigen, die nicht zur Schule gehen konnten, finden statt.
Jan in Togo
Von so viel Arbeit muss man sich auch mal erholen, und wo könnte man das besser als im grünen Nachbarstaat Togo? 11 Tage (10 waren geplant aber wir sind nunmal in Afrika) reiste er mit einer Freundin durch das kleine Küstenland und lernte einmal mehr Westafrikas Vielfalt kennen. Denn trotz der relativ geringen Distanzen unterscheiden sich die einzelnen Länder untereinander doch sehr und bieten dadurch immer wieder spannende Entdeckungen.
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