Yéral

Burkina calling

Donnerstag, 24. Juni 2010 | Jan Sonntag | 1 Kommentar

Lange hat man an dieser Stelle nichts mehr von den Zivis in Burkina Faso gehört. Der Grund: die Generation 2009/2010 durfte wegen Sicherheitsbedenken bedauerlicherweise nicht entsendet werden. Nachdem dieses Reiseverbot sich aber nur auf Weltwärtsfreiwillige erstreckt und es keine offizielle Reiswarnung des Auswärtigen Amtes gibt, hielt ich (Jan) es für sicher genug um nach mehr als 10-monatiger Burkina-Abstinenz dem Land einen Besuch abstatten. Diesmal nicht als ADAler, aber dennoch im Dienste SEWAs. Natürlich will ich die Erfahrungen, die ich während meiner fast 2 Monate hier mache, in alter ADAblog-Tradition mit unseren Lesern teilen.

Am späten abend des 5. Juni schlug mir zum ersten mal wieder der feucht-heisse Wind mit dem vertrauten Geruch von Staub und etwas, das verbrannt wurde obwohl man es nicht verbrennen sollte ins Gesicht: ich stand wieder auf dem Rollfeld des internationalen Flughafen von Ouagadougou. Dass ich fast drei Wochen gebraucht habe um den ersten Blogeintrag ins Netz zu stellen, hat zwei einfache Gründe: Zum einen lassen Strom und Internet mich auch dieses Mal gern im Stich. Zum anderen haben sich mein burkinischer Kollege Yéral und ich viel vorgenommen für dieZeit, die ich in Burkina bleibe. Und so hatte ich einfach noch nicht Zeit, Strom und eine ausreichend schnelle Internetverbindung auf einmal zur Verfügung. Die Serie mit Berichten von meinen Erlebnissen beginnt also mit etwas Verzögerung, aber schon sehr bald, an dieser Stelle.

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Essen in Ouaga: Folge 4 – Poulet avec frites

Dienstag, 4. November 2008 | Jan Sonntag | Keine Kommentare

Wie wir bereits vor einiger Zeit schrieben, haben wir auf der letzten Reise einen Hahn geschenkt bekommen. Diesen haben wir jetzt schlachten lassen und gegessen. Zeit also für eine weitere Folge “Essen in Ouaga”!

Nachdem der Hahn einige Tage bei uns im Hof verbrachtete und uns mit seinem Krähen erfreute, wurde es einfach Zeit ihn seiner Bestimmung zuzuführen: von uns verspeist zu werden. Nur haben wir beide noch nie einen Hahn geschlachtet, geschweige denn gerupft und ausgenommen. Also mussten wir uns ein Restaurant suchen, das diesen Part übernimmt und den Hahn auch gleich noch für uns grillt.

Gleich bei uns um die Ecke gibt es ein kleines Restaurant mit Grill, das wir gerne besuchen und das sich bereit erklärte den Hahn für uns zuzubereiten. Und so konnten wir den ganzen Entstehungsprozess unserer Mahlzeit verfolgen. Zuerst wurde der Hahn mit einem Messer getöet, dann mit heissem Wasser übergossen, damit das Rupfen leichter fällt. Schließlich wurde er ausgenommen und auf den Grill gelegt.

Zusammen mit Yéral haben wir das gute Tier dann gegessen, dazu gab es Pommes und ein kühles burkinisches Bier. Den Hahn hat man uns umsonst zubereitet, nur für die Fritten mussten wir pro Portion 500 CFA (~70 Cent) Zahlen.

Wenn man keinen eigenen Hahn hat, den man schlachten lassen könnte, kostet ein gegrillter Hahn 2000 CFA (~3 Euro).

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Kategorien: Essen wie bei Muttern, Notizen, Ouagadougou


Essen in…Djibo – Ein Serien-Spezial

Donnerstag, 30. Oktober 2008 | Jan Sonntag | Keine Kommentare

Für unsere Serie “Essen in Ouaga” gibt es heute eine Sonderfolge. Denn auf unserer Nachbesuchsreise in Djibo gab es auch kulinarische Entdeckungen. Zum Beispiel Tô mit Baobabsoße.

Am Morgen unserer Abfahrt schauten wir noch ein letztes Mal bei Verwandten von Yéral vorbei um uns zu verabschieden. Spontan lud man uns zum Frühstück auf eine Spezialität aus Djibo ein: Tô mit Baobabsoße. Tô, das burkinsische Nationalgericht, ist eine Art schleimiger Knödel, den man zum Beispiel aus Mais oder Hirse machen kann und der im besten Fall nach nichts schmeckt. Wie die Baobabsoße zubereitet wird wissen wir nicht, lediglich, dass dafür die Blätter des Affenbrotbaumes verwendet werden.

Und auch wenn der Anblick es nicht unbedingt vermuten lässt, so schmeckt das ganze doch recht gut. Der leicht scharfe und würzige Geschmack wirkt am Morgen belebend.

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Kategorien: Essen wie bei Muttern, Notizen, im Busch, unterwegs


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