Zivi-Haus

Große Abschiedsparty im Zivi-Haus

Montag, 17. August 2009 | Nils Goldbeck | Keine Kommentare

Vergangenen Samstag fand unsere große Abschiedsfeier statt. Wir hatten alle Kollegen und Freunde eingeladen, mit uns einen fröhlichen Abend im Zivi-Haus zu verbringen und noch ein letztes Mal die gemeinsam verbrachte Zeit zu feiern.

Um unsere Gäste auch dem Anlass angemessen bewirten zu können, karrten wir viele Kästen Cola, Fanta, Tonic und Bier an. Außerdem gab es auch lokale Getränke wie Bissap und Somkom. Um die Getränke zu kühlen, holte unser Kollege Hamidou mit dem Mofa große Eisblöcke. Unsere Freundin Kady half uns beim Großeinkauf auf dem Markt und beim Zubereiten von Salaten, wozu wir bei den Mengen unsere riesigen Waschbottiche benutzten. Außerdem bestellten wir bei unserem Lieblingsrestaurant – beim Spaghettimann – je 20 Portionen Riz gras und Spaghetti mit Tomatensauce. Dazu noch fünf gegrillte Hühnchen.

Für den Abend hatten wir uns extra noch traditionelle westafrikanische Festgewänder gekauft, sog. Boubous, womit wir beim Begrüßen der Gäste viel Aufsehen erregten. Wir freuten uns, dass so viele Freunde, die teilweise recht weit weg wohnen, kamen um sich von uns zu verabschieden. So wurde es recht voll im Zivi-Haus, aber die Stimmung war richtig gut. Nach dem Essen wurde bald die Tanzfläche eröffnet und bis in den frühen Morgen wurde noch getanzt, gefeiert oder gemütlich bei einem Bier geredet.

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Santé, succès, argent, amour … Bonne année 2009!

Sonntag, 4. Januar 2009 | Nils Goldbeck | Keine Kommentare

Wir wünschen euch ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr! Auch hier in Burkina Faso wurde der Jahreswechsel ordentlich gefeiert – im Zivihaus fand eine lustige Silvesterparty statt.

Seit längerem schon hatten wir einigen unserer Freunde versprochen, bei uns im Zivi-Haus eine Silvesterparty zu machen und so haben wir um die 30 Leute eingeladen, mit uns ins neue Jahr zu feiern. Um die Kosten für das Fest durch die teuren Getränke nicht ins Unermessliche steigen zu lassen, hat unser Freund und MicroSow-Techniker Hamidou, der selber überhauptkeinen Alkohol trinkt, vorgeschlagen, mit uns zusammen Bissap-Wein zu machen. Das ginge ganz einfach, meinte er.

So haben wir auf dem Markt getrocknete Bissap-Blüten gekauft. Bissap ist eine Hibiskusart, deren Saft hier oft getrunken wird. Gefroren in kleinen Plastiktüten ist er eine sehr angenehme Erfrischung an heißen Tagen. Die Bissap-Blüten haben wir zwei Tage vor Silvester mit heißem Wasser übergossen und einen halben Tag ziehen lassen. Dann haben wir Trockenhefe, Vanillezucker, Annanasaroma und viel Zucker eingerührt, das ganze in einen 20-Liter-Kanister gefüllt und fest verschlossen. “Fertig”, meinte Hamidou und ließ uns alleine. Die böse Überraschung kam zwei Stunden später, als wir in die Küche kamen und der Kanister sich durch das beim Gährungsprozess entstandene Gas aufgebläht hatte! Aus einem kleinen Loch spritzte schon mit Hochdruck die tiefrote Flüssigkeit an unsere Küchenwand und der Kanister war kurz vorm Platzen.  Es war zwar schon spät, aber glücklicherweise fanden wir in einer Boutique im Viertel noch einen neuen Kanister. Bis wir unseren Wein umgefüllt hatten, war unser Küchenboden allerdings schon mit 5 Litern Wein geflutet.

Am Silvesterabend hatten wir dann aber doch noch einen dreiviertel Kanister wirklich leckeren “Zivi-Wein”. Um diese Bezeichnung lässt sich zwar streiten, da die Flüssigkeit zwar wie Wein aussah und auch so ähnlich schmeckte, aber nicht mit Weintrauben gemacht wurde, sondern mit Hefe, aber trotzdem haben wir gleich mal ein Etikett für unser neues Produkt entworfen.

Dazu bereiteten wir dann noch Couscous zu und hatten Tantie vom Télécentre nebenan gebeten, uns einen großen Topf Sauce zu machen. Einige Gäste brachten dann noch Pizzaschnecken, Chips mit Salsa und kleine Biscuit-Kuchen mit und so war an dem Abend kulinarisch einiges geboten.

Unser Freund Lukas hatte sogar auf seinem Laptop “Dinner for One” mitgebracht, das wir dann ganz traditionsgemäß anschauen konnten. Um Mitternacht gingen wir alle auf die Straße und zählten – auf einer Uhr ohne Sekundenanzeige – den Countdown zum neuen Jahr. Ein großes Feuerwerk wie in Deutschland war am Nachthimmel über Ouagadougou natürlich nicht geboten, aber wir hatten ein paar Wunderkerzen und Kleinfeuerwerk. Später wurde noch bis in die Morgenstunden getanzt oder geplaudert und so ging unsere Neujahrsparty langsam zu Ende.

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Unsere Straße

Montag, 1. Dezember 2008 | Nils Goldbeck | Keine Kommentare

In diesem Blogeintrag möchten wir euch einmal die direkte Umgebung unseres Zivi-Hauses vorstellen.

Unser Zivi-Haus

Unser Zivi-Haus

Wir wohnen im Stadtviertel Somgandé, das im Norden von Ouagadougou liegt. Die Umgebung von unserem Zivi-Haus gehört eindeutig zu den reicheren Stadtteilen, wie man an einigen teilweise auch im Vergleich mit deutschen Einfamilienhäusern sehr großen Villen und dicken Autos auf den Straßen leicht erkennen kann. Außerdem hat jedes Haus fließend Wasser und ist an das Stromnetz angeschlossen. In den meisten anderen Teilen Ouagadougous gibt es – wenn überhaupt – nur einen einzigen Wasserhahn für einen ganzen Hof, auf dem mehrere Familien zusammen leben.

Da unser Stadtteil zu den gehobeneren Gegenden Ouagas gehört, ist auch auf der Straße direkt vor unserem Haus nicht so viel los, wie in anderen Teilen der Stadt, wo die Straße meist gleichzeitig als Kinderspielplatz, Hühnerauslaufgehege, Kuhweide und Müllkippe dient. Dafür können wir uns aber in unserem Viertel sehr sicher fühlen: Die Straßen sind beleuchtet und von den Nachtwächtern der umliegenden Häuser gesäumt, die in ihren Liegestühlen vor sich hindösen.

Die Straße vor unserem Zivi-Haus Unsere Straße bei Nacht

Direkt gegenüber von unserem Haus ist ein kleiner Laden, in dem man alle möglichen Sachen, die man mal eben schnell braucht, kaufen kann: Von Spaghetti über Eier und Seife bis Toilettenpapier gibt es einfach alles. Und morgens holen wir hier oft Baguette zum Frühstück.

Die Boutique direkt gegenüber (rechts im Bild)

In unserer Straße gibt es auch in paar Baustellen, auf denen wir aber seit wir hier sind erst einmal gesehen haben, dass auch wirklich weitergebaut wird. Wahrscheinlich wird an diesen Großprojekten immer nur so viel weitergebaut, wie der Bauunternehmer gerade bezahlen kann.

Die Bauruine nebanan

Die Bauruine nebanan

Ein seltener Anblick: Auf der Baustelle wird weitergearbeitet

Ein seltener Anblick: Auf der Baustelle wird weitergearbeitet

Unser Nachtwächter wohnt in einer Hütte auf dem Grundstück einer solchen Bauruine direkt neben unserem Haus und er lässt uns gerne auf das Dach des halbfertigen Hauses klettern, von dem man einen fantastischen Ausblick über das ganze Viertel hat!

Ein 360°-Panorama der Aussicht von der Bauruine gibt es hier als .mov-Datei zum Download. Zum Betrachten wird der QuickTime-Videoplayer benötigt.

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Jan und Nils sammeln heute den 583. Tag Afrika - Erfahrung

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