Solarbrunnen für Taonsgo

Im vergangenen Jahr konnten mit Mitteln von RedCharity, der IEW Braunau und des Landes Oberösterreich in Taonsgo (Sanmatenga) eine Krankenstation errichtet werden. Die zwei Gebäude für Behandlung und Unterkünfte sind nun fertig und verfügen seit Dezember 2020 auch über ein Solarsystem zur Beleuchtung. Damit können neben Taonsgo mit seinen 1500 Einwohnern auch weitere 2000 Personen aus den umliegenden Dörfern versorgt werden. Es mangelt aber bisher noch an einer zuverlässigen Trinkwasserversorgung, die ist in Burkina Faso bei Ambulanzen mit Kreißsaal (Centre de Santé et Promotion Sociale, kurz CSPS) erforderlich. In Burkina Faso sind diese Abteilungen meist in getrennten Gebäuden untergebracht und heißen Dispensaire und Maternité. Die räumliche Trennung hat neben der Privatsphäre vor allem mit dem Schutz der Neugeborenen vor Ansteckungen zu tun.

Wir haben in der ersten Jahreshälfte mehrere Kostenvoranschläge eingeholt und haben jetzt ein konkretes Angebot über insgesamt 20.101 Euro. Die Bewohner des Ortes haben aus eigenen Mitteln in Höhe von 1.520 Euro bereits einen Geologen beauftragt, der in 70m Tiefe (!) Wasser gefunden hat. Taonsgo verfügt noch über zwei weitere Brunnen in 50m Tiefe, die für die tägliche Wasserversorgung jedoch zu weit entfernt liegen. Eine dritte Quelle ist erst kürzlich versandet und damit versiegt. Das nun 20 Meter tiefere Bohrloch wird für das Dorf also auch in Zukunft elementar sein, falls den älteren Brunnen ein ähnliches Schicksal widerfährt.

Das Konzept der solaren Wasserversorgung sieht eine langlebige Stahltankkonstruktion als überirdischen Wasserspeicher vor, der ein Volumen von 5m³ fasst. Das Konzept ist landesweit Stand der Technik. An manchen Orten werden Betontragwerke als Unterkonstruktion verwendet, deren Statik sich nach dem Bau aber nur schwer prüfen lässt. Ein möglicher Einsturz während des Wasserholens birgt Lebensgefahr für Frauen und Kinder, daher ist uns die komplett aus Stahl gefertigte Variante lieber. Der Tank wird von außen mit Farbe vor Korrosion geschützt und der innere Teil wird mit lebensmittelechtem Schutzlack versehen. Auch hier haben wir uns bewusst gegen einen Kunststofftank entschieden, der erstens den hohen UV-Belastungen nicht standhielte, was häufige Reparaturen und Undichtigkeiten zur Folge hätte, und zweitens auch in Deutschland keine Zulassung für Trinkwasser bekäme.

Letztlich liefern Photovoltaik-Module den Strom für die Brunnenpumpe, die in das 70m tiefe Bohrloch hinabgelassen wird. Wenn die Sonne scheint, fördert die Pumpe das Wasser aus dem Brunnen in das überirdische Reservoir bis es voll ist. Weil der Wassertank sich in etwa acht Meter Höhe befindet, ist an den Entnahmestellen immer ausreichend Druck vorhanden.

Im Verein haben wir bereits Spenden in Höhe von 7000 Euro zusammenbekommen. Wir würden uns also freuen, wenn Sie uns und damit die Menschen in Taonsgo bei der Vervollständigung des Fehlbetrags finanziell unterstützen. Sie können Ihre Spende steuerlich geltend machen, wir sind als gemeinnütziger Verein anerkannt.

Spendenkonto bei der GLS Gemeinschaftsbank:

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