Schulelektrifizierung

Selbo

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Die Situation

Das Dorf Selbo befindet sich in der Sahelzone im Norden Burkina Fasos. Das Dorf verfügt weder über fließendes Wasser, noch über elektrischen Strom. Der nächste Stromanschluss befindet sich in der 15 Kilometer entfernten Provinzstadt Dori. Die Bevölkerung des Dorfes zählt 18.000 Einwohner und lebt meist von einfacher Landwirtschaft und Viehzucht.

Die Grundschule des Dorfes wurde 1978 mit einem Klassenzimmer eröffnet und kümmert sich mittlerweile um die Bildung von 180 Schülern in fünf Klassenräumen. Wenn der Ganztagsunterricht um 17 Uhr endet, gehen die Kinder oft kilometerweit nach Hause. Nach 18 Uhr, wenn die Sonne untergegangen ist, sorgen höchstens noch die Feuer vom Kochen oder Petroleumlampen für Licht. Unter den Bedingungen haben die Schüler kaum die Möglichkeit, ihre Hausaufgaben zu lösen oder sich gar auf Prüfungen vorzubereiten.

Das Vorhaben

SEWA e.V. hat das Dorf im Januar 2011 besucht und die Lehrergemeinschaft, die Elternvertretung und die Dorfältesten getroffen, die gemeinschaftlich ihr Engagement zugesichert haben und sich für eine solare Schulelektrifizierung stark machen. Die Elektrifizierung von zwei Klassenräumen und des Büros des Direktors bietet den Schülern einen Ort, um nach Sonnenuntergang Hausaufgaben zu erledigen und sich auf Prüfungen vorzubereiten, Lehrer haben die Möglichkeit, Tests zu kontrollieren und ihren Unterricht vorzubereiten. Außerdem wird die Schule so auch zentraler Anlaufpunkt für Versammlungen des Dorfes und gewinnt damit an Ansehen und Wichtigkeit im Dorf. Unsere Erfahrung zeigt, dass insbesondere der Abendunterricht zur Wiederholung und Vorbereitung der Schüler auf die Prüfungen der 6. Klasse die Abschlussquote um 30-40% verbessert.

Die Elektrifizierung der Schule mit jeweils 5 Glühbirnen pro Klassenzimmer, einer Glühbirne für das Büro des Direktors sowie einer Glühbirne zum Schulhof soll durch unseren langjährigen, lokalen Partner MicroSow (www.microsow.com) ausgeführt werden.

Projektkosten: 4375 EUR

Débéré-ling

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Auf dem Dach der Freien Evangelischen Schule Lörrach (FES) produziert seit 2007 eine Photovoltaikanlage Strom – umweltfreundlich und ohne wertvolle Ressourcen zu verbrauchen. Dieser Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung wurde von Schülern, Lehrern und Eltern der FES initiiert, die hierfür die Projektgruppe sol.ar AG gründeten. Nach der Erweiterung der Solaranlage im Jahr 2009 engagierten sich die Mitglieder der sol.ar AG im Jahr 2011 wieder für eine Solaranlage: Jedoch wurde diese nicht in ihrer eigenen Schule installiert, sondern in der Grundschule Déberé-Ling im westafrikanischen Burkina Faso. Auch hier bietet die Nutzung der Sonnenenergie große Vorteile und eröffnet neue Bildungschancen.

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